| APRIL (2012) | |
| Autorinnen: |
|
| Löwenzahn | Die Körperreinigungspflanze |
|
|
|
|
Der Löwenzahn Dem Löwenzahn zum Ruhme gibt es die Pusteblume. Die Pusteblume ist sein Kind. Wenn ihr nicht pustet, kommt der Wind und pustet ihre Sterne. Sie fliegen in die Ferne und wo sie landen - seht’s euch an - da wächst ein neuer Löwenzahn. Heinz Kahlau |
|
| Botanischer Name: | Taraxacum officinale |
| Weitere Namen: |
Pusteblume, Kuhblume, Milchblume, Bettseicher, Butterblume (sicherlich lassen sich hier noch ganz viele andere Namen finden) |
| Pflanzenfamilie: | Korbblütler ( Asteraceae) |
| Wirkstoffe: | u.a. Bitterstoffe, Triterpene, Carotinoide, Flavonoide, Glykoside, Cumarine und Schleimstoffe |
| Signatur/Mythologie: |
Die gelbe Farbe der Blüte verrät uns ihren Wirkungskreis. Leber und Galle werden gereinigt. Die Bitterstoffe regen die Säftebildung im Magen an und fördern somit die Verdauung. Durch den weißen Milchsaft erkennt man den Bezug zum lymphatischen System. |
| Heileigenschaften: |
Der Löwenzahn ist wirksam bei:
|
| Sammelzeit: | Möchte man die oberen Teile verwenden, so ist die günstigste Zeit April-Juni, möchte man die Wurzel verwenden, sollte die Pflanze kaum sichtbar sein, das heißt im Frühjahr oder im Herbst, denn grundsätzlich gilt für die Wurzelernte, solange die oberirdischen Teile nicht oder kaum sichtbar sind , steckt die ganze Kraft der Pflanze in der Wurzel, denn diese Kraft möchte man ja ernten. |
| Hinweis: | Verwendet werden die Blütenköpfe, Blätter und Wurzeln. NICHT die Stängel. |
| Aus der Volksmedizin: | Wer die ersten 3 Löwenzahnblüten verschluckt, die er im Frühjahr entdeckt, der bleibt das ganze Jahr gesund. |
|
Was kann man daraus machen? |
Löwenzahntee: |
| Tipp: | Löwenzahnblätter eignen sich wunderbar im Salat, etwa zusammen mit Brennnesselblättern, Gundermann, Rucola, Apfelstückchen, Sonnenblumenkernen und Sesam. Dazu Naturjoghurt pikant würzen und über den Salat geben. Mit ein paar Löwenzahnblüten garnieren. |
| Wichtiger Hinweis: |
Zur genauen Anwendung fragen sie bitte ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker. Die Hinweise auf dieser Seite können nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen. |
| MÄRZ (2012) | |
| Autorinnen: |
|
| Bärlauch | Ein Muntermacher im Frühling |
| Schmalblätterige Form des Bärlauchs | |
| Botanischer Name: | Allium ursinum |
| Weitere Namen: | Hexenzwiebel, wilder Lauch, Waldknoblauch |
| Pflanzenfamilie: | Lauchgewächse (Alliaceae) |
| Wirkstoffe: | u.a. schwefelhaltige Verbindungen, Flavonoide, Senfölglykoside, ätherisches Öl |
| Signatur/Mythologie: |
Der Bär war den Germanen ein starkes Krafttier, ein Frühlingsbringer und Fruchtbarkeitstier und ist noch heute im Wort “gebären” enthalten. Die
Pflanzen des Bären haben die Kraft der Erneuerung und Reinigung, sie brechen das Verhärtete und erwärmen den Körper. Bärlauch gehört zu den
kräftigsten Bärenpflanzen. “Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch. Ewig kränkelnde Leute, mit Flechten und Ausschlägen versehen, die Scrophulösen und die Bleichsüchtigen sollten den Bärlauch verehren wie Gold. Die jungen Leute würden aufblühen wie ein Rosenspalier.” Johann Künzle - Kräuterpfarrer, 1857-1945 |
| Erkennungsmerkmale: |
Der Bärlauch wächst in Laubwäldern (feuchter und schattiger Standort). Er ist von März bis Mai gut sicht- und riechbar. - Steigt einem beim Frühlingsspaziergang ein knoblauchähnlicher Geruch in die Nase, so wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit Bärlauch sein. Schätzen Sie sich glücklich - Sie haben das Gold des Frühlings gefunden! Die Blätter sind kräftig grün und lanzettlich, sie sind denen der Maiglöckchen sehr ähnlich. Vorsicht! Nicht mit den Maiglöckchen verwechseln! Die Blätter müssen knoblauchähnlich riechen! |
| Heileigenschaften: |
Bärlauch ist wirksam bei
|
| Sammelzeit: | März bis Mai, vor der Blüte |
|
Was kann man daraus machen? |
Bärlauchtinktur: Bärlauch in ein Glas füllen mit 45%igem Alkohol aufgießen und gut verschrauben. 3-4 Wochen ziehen lassen (das Kraut sollte mit Alkohol bedeckt sein), schütteln abseihen und in eine dunkle Tropfflasche füllen. 3x10 Tropfen vor dem Essen einnehmen. |
| Tipp: |
Genuss: Ein Butterbrot mit geschnittenen Bärlauchblättern.
Bärlauchsuppe:
Zubereitung: |
| Wichtiger Hinweis: |
Zur genauen Anwendung fragen sie bitte ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker. Die Hinweise auf dieser Seite können nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen. |
| FEBRUAR (2012) | |
| Autorin: |
|
| Salbei | Halsbalsam in Zeiten hoher Infektanfälligkeit. |
|
|
|
| Botanischer Name: | Salvia officinalis |
| Weitere Namen: |
Gartensalbei, gemeiner Salbei, Heilsalbei, Königssalbei, Rauchsalbei |
| Pflanzenfamilie: | Lippenblütler |
| Wirkstoffe: | Ätherisches Öl, Labiatgerbstoffe, (aromatische) Bitterstoffe, Flavonoide, Phenolglykoside,Triterpene |
| Wuchs: | Der Halbstrauch wird in den Kräutergarten gepflanzt, einmal angewachsen hat man an der bis zu 50 cm hoch werdenden Pflanze jahrelang Freude (ältere Pflanzen sind ausreichend frosthart) Salbei erkennt man an seinen grau-grünen Blättern die an der Unterseite filzig behaart sind. Ab Juni blüht der Salbei zart violett. |
| Heileigenschaften: |
Schweißhemmend, antibiotisch, antimykotisch, entzündungswidrig, wundheilungsfördernd, milchbildungshemmend. |
| Nebenwirkungen: |
Stillende Mütter sollten den Salbei meiden, denn dieser hemmt die Milchbildung. Schwangere sollten Salbei nicht als Tee trinken; äußerlich und als Mundspülung ist er bedenkenlos. |
| Sammelzeit: |
Geerntet werden die Blätter vor der Blüte im Monat Mai. Wichtig ist es, bei trockenem Wetter am Vormittag zu ernten. An einem luftigen, dunklen Ort aufhängen und gut durchtrocknen lassen. Auch die Blüten können geerntet und getrocknet werden. |
|
Was kann man daraus machen? |
|
| Tipp: |
Ein Tee aus Salbeiblüten kann einfach so zum Genuss getrunken werden. Oder man gibt die Blüten zu einer Teemischung, die dann besonders schön aussieht. Erkältungstee: - Salbeiblätter 10 g - Lindenblüten 5 g - Mädesüßblüten 5 g - Thymiankraut 10 g - Melissenblätter 5 g 1 Tl der Mischung mit 200 ml Wasser überbrühen und 20 Min. zugedeckt ziehen lassen. 3 mal täglich trinken! |
| Wichtiger Hinweis: |
Zur genauen Anwendung fragen sie bitte ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker. Die Hinweise auf dieser Seite können nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen. |
| JANUAR (2012) | |
| Autorin: |
|
| Johanniskraut | Die Lichtblume, die besonders in der dunklen Jahreszeit Anwendung findet. |
Bild: Janine Lange
|
|
| Botanischer Name: | Hypericum perforatum |
| Weitere Namen: | Elfenblutkraut, Frauen-Bettstroh, Gottesgnadenkraut, Hartheu, Mannskraft, Tausendlöcherlkraut |
| Pflanzenfamilie: | Hartheugewächse (Hypericaceae) |
| Wirkstoffe: | Hypericine, Hyperforine, Flavonoide, Gerbstoffe und ätherisches Öl |
| Wuchs: | Johanniskraut wächst an Wegrändern, Feldrainen und lichten Wäldern |
| Signatur: | Hypericum hat einen starken Bezug zum Licht, welcher sich in der sonnengelben Blüte spiegelt (Blütezeit Juni). Die Pflanze speichert das Licht und wandelt dieses in Nervenkraft um, woraus sich wiederum die unten genannten Heileigenschaften ableiten. |
| Erkennungsmerkmal: | Zerreibt man die Blüte mit den Fingern, wird diese blutrot.Hieraus leitet sich der Bezug zum Blut ab. |
| Heileigenschaften: |
Als Tee getrunken wirkt Johanniskraut stimmungsaufhellend, angstlösend, blutbildend, mild sedierend (beruhigend) und entzündungshemmend. In der Volksheilkunde wurde es bei Wurmbefall, Bronchitis und Gallenblasenbeschwerden eingesetzt. Äußerlich angewandt, in Form von Öl, heilt Johanniskraut Verletzungen und Narben, d.h. Johanniskraut beugt der Narbenwulstbildung vor und wirkt außerdem antibakteriell und antiviral. Weiterhin wird Johanniskrautöl bei Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen eingesetzt. |
| Nebenwirkungen: | Bei längerer Einnahme kann es bei besonders hellhäutigen Menschen zu einer Lichtempfindlichkeit (Photosensibilisierung) kommen. |
| Sammelzeit: | Gesammelt wird das Johanniskraut ab dem 24. Juni (Johanni), und nur die oberen Teile der Pflanze mit Blüte. |
|
Was kann man daraus machen? |
|
| Wichtiger Hinweis: |
Zur genauen Anwendung fragen sie bitte ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker. Die Hinweise auf dieser Seite können nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen. |